Trift

Die ehemalige Sandgrube am nordöstlichen Ortsrand von Weinheim ist eines seiner Wahrzeichen. In Fachkreisen ist die Stelle wegen der Vielfalt und guten Erhaltung der Fossilien seit etwa 150 Jahren weltweit bekannt. Die langgestreckte Sandgrubenwand ist ein eindrucksvolles Naturdenkmal, das die Anlagerung der vom Festland eingetragenen Sande verdeutlicht. Zur Zeit der Sandablagerungen war die Küste des Festlandes einige Zehner Meter hangaufwärts gelegen. Einige der Sandlagen wurden nach ihrer Ablagerung durch feine Mineral-Ausfällungen verkittet. Sie wittern nun als widerstandsfähigere Bänke stärker heraus. In mehreren Partien sind zusammengespülte weißliche Schalen von Meeresmuscheln und -schnecken zu erkennen. Aber auch Spuren von Tieren sind vorhanden, deren Reste nicht erhalten sind: Im mittleren oberen Teil der Wand wittern knotige Gebilde aus dem schwach verfestigten Sand. Es sind nachträglich verfüllte Grab- und Wohnbauten, die vermutlich von Krebsen oder Würmern angelegt wurden. Im rechten Drittel der Wand fallen ovale Gebilde auf, die sich in einer verfestigten Lage in etwa 3 m Höhe befinden. Es handelt sich um Querschnitte von Seekuhrippen, die sich vermutlich senkrecht zur Ober-fläche in die Wand hinein fortsetzten. Während der früheren Abbauarbeiten kam eine Vielzahl an Fossilien zutage. Forschungsarbeiten in den 60er und 70er Jahren ergaben, dass es sich bei dieser Lokalität vermutlich um das artenreichste Vorkommen dieser Küstensedimente handelt.

Die Trift ist kein Brandungskliff (wie in Eckelsheim) sondern ehemaliger Meeresboden !!!

Panoramaansicht der Trift im heutigen Zustand

Quelle: N. Kramm

Rochen-Blasmulde

Quelle: Dr. Kuhn

Info: Wie enstanden die Rochenmulden ???

Quelle: Dr. Kuhn

Historische Aufnahmen (ca. 1900)